Wie gelangt Plastikmüll ins Meer?

Plastikmüll gelangt auf verschiedene Weise ins Meer. Ein wichtiger Grund ist ein schlechtes oder fehlendes Abfallmanagement. Besonders in Regionen ohne funktionierende Müllentsorgung wird Plastik häufig unsachgemäß entsorgt und kann so in die Umwelt gelangen. Mit dem Wasser von Flüssen wird Plastikmüll auch aus weit entfernten Regionen ins Meer transportiert. Große Ströme wie der Jangtse, der Indus oder der Nil tragen dabei einen großen Teil dazu bei. Schätzungen zufolge gelangen mehr als 90 Prozent der gesamten Plastikeinträge weltweit über Flüsse ins Meer.

Auch Mikroplastik aus Kosmetikprodukten und Kleidung spielt eine Rolle. Dieses gelangt über das Abwasser in Kläranlagen, kann dort jedoch nicht vollständig herausgefiltert werden und gelangt anschließend ebenfalls ins Meer. Weitere Ursachen sind verlorene Ladung von Schiffen sowie Müll aus der Schifffahrt. Naturereignisse wie Wirbelstürme, Sturmfluten oder Tsunamis können außerdem große Mengen an Trümmern und Müll ins Meer spülen.

Ein weiterer Teil des Plastikmülls stammt aus der Fischerei. Dabei gehen beispielsweise Fischernetze oder Angelleinen verloren oder werden absichtlich im Meer entsorgt. Zusätzlich kommt es immer wieder vor, dass Müll illegal auf See entsorgt wird.

Im Meer zersetzt sich Plastik nur sehr langsam. Eine Plastiktüte kann laut Angaben viele Jahre bis Jahrzehnte brauchen, um zu zerfallen. Dabei zerfällt sie meist nicht vollständig.

 

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Wie lange braucht Plastikmüll um im Meer zu zerfallen?

Plastik ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Es wird für Verpackungen, Flaschen, Tüten und viele andere Produkte verwendet. Doch ein großes Problem entsteht, wenn Plastikmüll in die Meere gelangt. Dort bleibt er sehr lange erhalten und kann der Umwelt und den Tieren schaden.

Plastik braucht im Meer sehr lange, um zu zerfallen. Eine einfache Plastiktüte benötigt ungefähr 10 bis 20 Jahre, bis sie sich zersetzt. Plastikflaschen können sogar bis zu 450 Jahre im Meer bleiben. Noch länger hält sich zum Beispiel Angelschnur aus Nylon, die bis zu 600 Jahre brauchen kann, um zu zerfallen. Dabei verschwindet das Plastik nicht vollständig, sondern zerfällt nur in immer kleinere Teile.

Diese kleinen Teile nennt man Mikroplastik. Mikroplastik ist für Menschen kaum sichtbar, aber sehr gefährlich für die Umwelt. Viele Meerestiere, wie Fische, Schildkröten oder Vögel, nehmen diese kleinen Plastikteilchen mit ihrer Nahrung auf. Dadurch können sie krank werden oder sogar sterben.

Ein bekanntes Beispiel für die große Menge an Plastik im Meer ist der Great Pacific Garbage Patch. Dabei handelt es sich um eine riesige Ansammlung von Plastikmüll im Pazifischen Ozean, die durch Meeresströmungen entstanden ist.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Plastikmüll ein großes Umweltproblem darstellt, weil er sich im Meer nur sehr langsam abbaut. Deshalb ist es wichtig, weniger Plastik zu verwenden, Müll richtig zu entsorgen und Recycling zu fördern. Nur so können wir die Meere und ihre Lebewesen besser schützen.

 

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Was sind die Auswirkungen auf die Meeresbewohner? 

Plastikmüll im Meer gehört zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit und hat schwerwiegende Auswirkungen auf Meeresbewohner. Jedes Jahr gelangen Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Da Kunststoff nur sehr langsam abgebaut wird, sammelt er sich über Jahrzehnte hinweg an und gefährdet zahlreiche Tierarten.

Eine der größten Gefahren besteht darin, dass Tiere Plastik mit Nahrung verwechseln. Schildkröten halten Plastiktüten oft für Quallen, während Fische und Seevögel kleine Plastikpartikel aufnehmen. Diese sogenannten Mikroplastiken können den Magen füllen, ohne Nährstoffe zu liefern. Die Tiere verhungern dann trotz scheinbar vollem Magen. Außerdem können giftige Stoffe aus dem Plastik in ihren Körper gelangen und ihre Gesundheit langfristig schädigen.

Ein weiteres Problem ist das Verfangen in Plastikabfällen. Alte Fischernetze, Verpackungsreste oder Plastikringe treiben im Wasser und werden für viele Tiere zur tödlichen Falle. Delfine, Robben oder Meeresschildkröten können sich darin verheddern, sich nicht mehr befreien und ertrinken oder schwere Verletzungen erleiden. Dieses sogenannte „Geisternetze“-Phänomen betrifft besonders viele größere Meeresbewohner.

Darüber hinaus wirkt sich Plastikmüll auch auf ganze Ökosysteme aus. Korallenriffe, die Lebensraum für unzählige Arten bieten, werden durch Plastik beschädigt oder bedeckt. Dadurch können sie weniger Licht aufnehmen und sterben ab. Das hat wiederum Folgen für alle Tiere, die auf diese Lebensräume angewiesen sind.

Auch der Mensch ist indirekt betroffen. Über die Nahrungskette gelangt Mikroplastik schließlich in unsere Lebensmittel, insbesondere in Fisch und Meeresfrüchte. Die langfristigen Folgen für die menschliche Gesundheit sind noch nicht vollständig erforscht, aber bereits jetzt ist klar, dass Plastikverschmutzung ein globales Problem darstellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Plastikmüll im Meer eine ernste Bedrohung für Meeresbewohner und ganze Ökosysteme ist. Um diese Auswirkungen zu verringern, ist es notwendig, den Plastikverbrauch zu reduzieren, Recycling zu fördern und die Meere besser zu schützen. Nur durch gemeinsames Handeln kann es gelingen, die Ozeane und ihre Bewohner für zukünftige Generationen zu bewahren.

 

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